Tag für Tag halten wir es für Selbstverständlich, dass unser Körper funktioniert. Egal wie und egal wann. Dass er einfach allen Belastungen standhält, die wir ihn Aussetzen. Jedoch vergessen wir, dass wir durch unsere Lebens- und Ernährungsweise entscheiden Einfluss nehmen. Täglich setzten wir unseren Körper Gift und Schadstoffe (z.B. Nikotin, Alkohol, fettreiche Ernährung) und natürlich auch äußeren Umweltgifte, gegen die man ja leider nichts tun kann, aus.

Dazu kommt dann noch der tägliche Stress sowie der eventuelle Bewegungsmangel.  – Der Körper findet keine richtigen Erholungsphasen mehr-. Das bringt den Säure-Basen Haushalt unseres Körpers gewaltig durcheinander und kann Ihn ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen. So entsteht der langsame, aber sicherer, Prozess der Übersäuerung, die uns auf Dauer krank macht und Symptome wie. z.B. Müdigkeit, Energielosigkeit, schlechte Haut, Migräne, uvm. hervorruft. Die genaue Bandbreite der Auswirkungen erkläre ich später noch einmal etwas genauer.

Um also einer Übersäuerung entgegenzuwirken, sollten wir uns gesund ernähren, ausreichend Bewegen & ganz wichtig Erholphasen in den Alltag integrieren. 🙂

Der Säure Basen Haushalt unseres Körpers

Der PH-Wert spielt hier eine ganz wichtige Rolle. Die Zahlen 1-14 geben an, wie sauer oder alkalisch etwas ist. PH-Werte bis ca. 6,9 gelten als eher säuerlich. Der PH-Wert von 7 ist als Neutral anzusehen. Alles was über 7 liegt wird als alkalisch angesehen.

Die PH-Wert-Skala – von 0 bis 14, wobei 7 in der Mitte neutral ist – wurde 1909 von dem dänischen Biochemiker Søren Peter Lauritz Sørensen erdacht und etabliert. Er hat zudem das Messverfahren deutlich verfeinert.

 

Der Menschliche Körper besteht aus verschiedenen Körperflüssigkeiten, die alle einen unterschiedlichen PH Wert aufweisen. Die Magensäure zum Beispiel ist sauer um die Nahrung zu zersetzen. In einigen Organen, wie zum Beispiel in Teilen des Dünndarms schwankt der PH Wert zwischen 4,8 und 8,2.

Der PH Wert des Blutes sollte immer im leicht alkalischen Bereich liegen, also zwischen 7,35 und 7,45.Wenn der Ph Wert des Blutes zu alkalisch ist, also über 7,45 liegt spricht man von einer Alkalose. Liegt der Ph Wert unter 7,35 spricht man von einer Azidose.

Was genau hat das jetzt mit meiner Gesundheit zu tun?

Wie schon oben einmal erwähnt, gibt es viele negative Einwirkungen auf unseren Körper. Hier habe ich noch mal ein paar der größeren aufgelistet:

  • Stress
  • Umwelteinflüsse
  • Alkohol
  • Kaffee
  • Nikotin
  • mangelnde oder übermäßige Bewegung
  • Medikamente
  • säurebildende Lebensmittel (Milch, Fisch, Fleisch, Fertigprodukte, Weißmehlprodukte, Zucker, Süßigkeiten, uvm.)
  • falsche Körperpflegeprodukte (die meisten Produkten liegen im sauren Bereich, auch hier sollte man auf neutrale oder leicht basische Produkte zurückgreifen)

Das sind so die größten negativen Einflussfaktoren. Da dies ganz schön viele sind, sollten wir versuchen, unseren Körper zu unterstützen die Säuren die wir aufnehmen wieder auszuscheiden. Wenn wir dies nicht tun, kann das folgende Auswirkungen auf unseren Körper haben:

  • Müdigkeit
  • Migräne
  • Schlaflosigkeit
  • Körpergeruch
  • Zahnprobleme
  • Diabetes
  • Rheuma
  • Gicht
  • Arthrose
  • Hauterkrankungen
  • Allergien
  • Krebs
  • Verdauungsstörungen
  • Stoffwechselprobleme
  • Menstruationsbeschwerden

Wenn wir also übersäuert sind, fühlen wir uns oft schlapp und unwohl. Unser Immunsystem ist dadurch stark geschwächt, weswegen wir auch vielleicht von einem Infekt in den nächsten geraten. Wenn der Säure-Basenhaushalt ausgeglichen ist, fühlt man sich normalerweise fit und wohl.

Unser Körper oder auch Organismus versucht alles um die überschüssigen Säuren zu neutralisieren damit Schäden verhindert werden. Dazu geht er an unser Mineralstoffdepot. Diese befinden sich überall in unserem Körper, u.a. in der Haut, Haare, Knochen, Zähne und Blut.

Durch die ständige Aufnahme von Säuren ist der Körper angehalten andauernd diese zu neutralisieren. Dadurch nehmen unsere Depots natürlich ab, dass natürlich wiederum folgen hat, da diese Depots ja jetzt an anderen Stellen fehlen.

Die neutralisierten Säuren, auch Schlacken genannt, werden als Salze abgelagert. Als erstes im Fettgewebe, Bindegewebe und der Muskulatur. Wenn aber hier kein Platz mehr ist muss neuer her. Dies können dann z.B. Nieren, Gelenke, Organe oder sogar das Herz und Gehirn sein. Infolge dessen haben wir mit Haarausfall, brüchigen Nägeln, Krampfadern, Cellulite, und ganz vielem anderen als Folge zu kämpfen.

Was genau kann ich denn jetzt tun?

Erst einmal sollte man natürlich versuchen auf säurebildende Lebensmittel und Kosmetik zu verzichten(Ihr könnt zum Beispiel Haarseife und Körperseife benutzen, keine konventionellen Produkte aus der Drogerie, am besten handgesiedete Seifen aus Manufakturen wie z.B. Haused Wolf, Sauberkunst, Soaparella ,Steffis Hexenküche oder ganz klassisch die Aleppo Seife). Das spart sogar auch noch allerhand an Plastik. Eine hanggesiedete Seife besteht nur aus Pflanzenölen, Blüten- oder Kräutern, ätherischen Ölen oder für die, die es ganz duftend haben möchten, mit Parfümölen. Die Inhaltsstoffe sind sehr minimalistisch gehalten und sind obendrein natürlich auch sehr pflegend.

Es empfiehlt sich auch am Anfang eine Kur zu machen. Da gibt es verschiedene, wie das Basenfasten oder auch das Heilfasten. Wichtig ist, dass ihr euch von einem Heilpraktiker oder Arzt des Vertrauens (er sollte sich allerdings mit dem Thema auskennen) begleiten lasst, einfach um euch zu unterstützen. Wenn ihr da keine große Lust darauf habt, müsst ihr euch schon sehr viel mit dem Thema beschäftigen und vor allem solltet ihr langsam an die ganze Sache ran gehen. Denn keiner schafft es von heute auf morgen alles zu beachten. Das ist ein Lernprozess der viel Arbeit mit sich bringt. Aber der Weg lohnt sich. Nach der Kur solltet ihr eine 80-20 Ernährung beachten. Das heißt 80 prozent basisch und 20 prozent der guten Säurebildner.

Quelle: Zentrum der Gesundheit

Jetzt gibt es so viele unterschiedliche Listen, empfehlen kann ich euch aber die Liste vom Zentrum der Gesundheit. Faustregel ist aber, dass so gut wie alle naturbelassenen Lebensmittel (Gemüse, Obst, Mandeln, div. Nüsse) basenbildend sind. Wichtig zu erwähnen ist auch, dass die basische Ernährung nicht zwangsläufig eine reine vegane Ernährung vorsieht. Gelegentlich ist Bio-Fleisch, Bio-Geflügel, Bio-Eier & Bio-Rohmilchkäse absolut erlaubt. Bio-Butter und Bio Sahne ist als neutral anzusehen. Wie ich mich damals mit dem Thema beschäftigt habe, habe ich mich an Andrea Lapzin-Thiem orientiert. Ihre Bücher haben mir sehr geholfen. Sie hat mittlerweile 4 Kochbücher herausgebracht die Gold-Wert sind. In ihren Büchern steht auch noch etwas Allgemeines über dieses umfangreiche Thema drin. Ich kann sie euch wirklich empfehlen.

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